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Pferdefutter für Muskulatur und Leistung

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Nur durch Futter wachsen keine Muskeln. Aber durch einen angepassten Futterplan kann die Effektivität des Trainings verbessert werden.
 

Wie sind die Muskeln beim Pferd aufgebaut?

Die Skelettmuskulatur gehört zum aktiven Teil des Bewegungsapparats und ermöglicht die Bewegung des Körpers. Von dieser sprechen wir, wenn wir die Muskulatur unseres Pferdes aufbauen wollen.
Ein einzelner Muskel besteht aus vielen Muskelzellen. Wie viele ein Muskel hat und zu welchem Fasertyp diese gehören ist genetisch festgelegt.
Auf Schnelligkeit gezüchtete Pferde wie zb das engl. Vollblut haben mehr weiße Muskelfasern (kontrahieren schnell und kraftvoll, ermüden aber schnell), Arbeitspferde wie der Noriker besitzen einen größeren Anteil an roten Muskelfasern (können langsam über einen langen Zeitraum ohne Ermüdung kontrahieren). Muskelfasern vom Intermediärtyp liegen dazwischen. Durch Training lassen sich die Muskeln in gewissem Umfang in rote, weiße oder intermediäre Typen umwandeln.
 

Wie bekommt mein Pferd mehr Muskeln?

Die Anzahl an Muskelzellen lässt sich nicht steigern. Durch Training kommt es zu einer Vergrößerung der einzelnen Muskelfasern. Durch Belastungen, denen die Muskelzelle nicht gewachsen ist, kommt es zu mikroskopisch kleinen Schäden an den Eiweißfäden, der Körper repariert diese Schäden und baut die Eiweißstrukturen zusätzlich aus, um dem Reiz das nächste Mal gewachsen zu sein. Dadurch kommt es zu einer Vermehrung der Eiweißfäden in der Muskelzelle.
Deswegen steht fest: Ohne entsprechenden Trainingsreiz kann kein Muskelaufbau stattfinden. Trotzdem kann der Muskelaufbau eingeschränkt sein, wenn nicht ausreichend Nährstoffe für den Ausbau der Eiweißstrukturen vorhanden sind. Training und Fütterung gehen beim Muskelaufbau Hand in Hand.


Welche Nährstoffe braucht mein Pferd um Muskeln aufzubauen?

Die Bausteine von Muskeleiweiß sind Aminosäuren. Deshalb ist es wichtig, dass genug essenzielle Aminosäuren über das Futter aufgenommen werden. Diese sind: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Wenn bei einer Aminosäure eine Versorgungslücke entsteht, kommt die körpereigene Eiweißsynthese zum Stillstand. Die meisten Aminosäuren sind im Grundfutter des Pferdes bereits ausreichend vorhanden. Drei Aminosäuren sind häufig durch Knappheit der limitierende Faktor beim Muskelaufbau: Methionin, Lysin und Threonin. Daher kann es sinnvoll sein, diese im Aufbautraining zu ergänzen.
Dort kommt es vor allem auf die Qualität an. Bei der Ergänzung von Eiweiß sollte darauf geachtet werden, dass es hochwertig gut dünndarmverdaulich ist. Außerdem kann eine gezielte Gabe der Aminosäuren sinnvoll sein, um Dickdarm, Leber und Niere durch hohe Eiweißmengen nicht unnötig zu belasten.

Weitere wichtige Nährstoffe für den Muskelaufbau:
  • Vitamin B1 und Vitamin B2 als Coenzyme im Energiestoffwechsel
  • L-Carnitin, damit Fettsäuren vom Muskel genutzt werden können
  • Magnesium spielt eine zentrale Rolle im Muskelstoffwechsel