Checke meine Fütterung

Ursachen und mögliche Gegenmassnahmen.
Dieser Check kann nur einen kleinen Bereich beleuchten. Wenn Sie sich nicht sicher sind wenden Sie sich immer an einen Profi. Sie sollten immer die Rufnummer Ihres Tierarztes zur Hand haben um Entscheidungen mit Ihm zu besprechen. Scheuen Sie nicht Ihren Tierarzt anzurufen. Lieber einmal zu viel als zu wenig.


Mein Pferd hat häufig Koliken

Tierarzt rufen!
verwurmtes Pferd
regelmäßige Wurmkuren durchführen, Mittel wechseln (sonst Resistenzbildung), auf Bandwurmbefall achten
Entzündungen der Magen- oder Darmschleimhaut
Tierarzt rufen, Futter abstimmen
zu schnelle Futterumstellung
übergangsweise mind. 1 Woche lang altes und neues Futter gemischt geben, Vorsicht bei Umstellung auf Weidesaison
verdorbene oder verschmutzte Futtermittel
niemals verdorbene oder verschmutzte Futtermittel geben. Raufutter sollte möglichst in Raufen gefüttert werden; Vorsicht bei Sandausläufen (Sandkoliken); Futtertonne regelmäßig reinigen
frisches Heu oder Getreide
Heu und Getreide müssen nach der Ernte mind. 6 Woche lang lagern, nie als alleiniges Grundfutter Stroh wählen
zu schnell gearbeitet, nach der Mahlzeit
nach größeren Futteraufnahmen keine hohe Leistung fordern, Ruhepause nach dem Füttern
Futterzeiten
Raufutter mind. 2 x pro Tag; keine zu große Menge Kraftfutter pro Mahlzeit; Futterreihenfolge: zuerst Grundfutter, dann Kraftfutter
Raufutter
mind. 1 kg Trockensubstanz Grundfutter (entspricht 1,2 kg Heu/Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht, Stroh nie als alleiniges Grundfutter füttern


Mein Pferd schwitzt sehr stark

schlechte Konditionierung
gezieltes Aufbautraining, viel Bewegung auf Weide oder Auslauf
Fieber
Tierarzt benachrichtigen
zu viel Salz
reinen Salzleckstein oder Viehsalz in extra Krippe anbieten
zu viel Eiweiß
Ration berechnen (evtl. Futterberater hinzuziehen)


Mein Pferd neigt zu Rehe

Allgemein ist zur Linderung der Schmerzen ein spezieller Rehbeschlag notwendig.
ungünstige Hufformen
orthopädischer Hufbeschlag
Medikamentenrehe
Tierarzt fragen
Geburtsrehe nach Nachgeburtsverhalten
nach der Geburt kontrollieren, ob die Nachgeburt nach spätestens 4 Stunden vollständig abgegangen ist
 
Belastung auf hartem Boden
möglichst wenig auf hartem Boden reiten
Fructane
nicht zu junges Gras füttern; Achtung: Besonders bei kühler Witterung reichern die Pflanzen Fructane an; weniger Gefahr bei „Wachstumswetter“; Mischwiesen bevorzugen
zu schnelle Futterumstellung
keine plötzliche Futterumstellung, die Pferde langsam auf die Weidesaison vorbereiten
große Mengen schwerverdaulicher Stärke
Kraftfuttermengen überdenken. Futtermittel mit geringen Gehalten an Zucker und Stärke verwenden.


Mein Pferd ist in der Weidesaison weniger Leistungsbereit

Richtwert für aufgenommene Grasmenge bei guter Weide: 1 kg Trockenmasse pro Stunde. Bei Gras mit einem Trockensubstanz-Gehalt von 18 % ist dies 5,5 kg Gras.
kein frisches Wasser, dadurch keine Futteraufnahme
täglich Wasser überprüfen
Stress durch falsche Weideführung
richtige Weideführung und Besatzdichte, d. h. nicht zu viele Pferde auf einer begrenzten Weidefläche, da Pferde einen unterschiedlichen Individual-anspruch haben
Verwurmung
regelmäßige Wurmkuren durchführen, Mittel wechseln (sonst Resistenzbildung), auf Bandwurmbefall achten (normale Wurmmittel helfen nicht gegen Bandwürmer)
zu viel Gras, Weidebauch
stundenweise rauslassen, Rinder vorweiden lassen
zu wenig Futter, Weide abgefressen
umtreiben oder zufüttern mit Grundfutter und Kraftfutter


Mein Pferd hat Durchfall

unsaubere Krippen und Tränken
Krippen und Tränken sauber halten
starker Wurmbefall
regelmäßig entwurmen, wichtig: Präparate wechseln (Resistenz), wenn keine Wirkung sichtbar wird, zusätzlich auf Bandwürmer untersuchen lassen!
schnelle Futterumstellung
Futterumstellungen langsam vornehmen (vor allem bei Umstellung auf Weide)
Erkrankung des Darms
Energie- und Nährstoffversorgung unter Beachtung der Wasser- und Elektrolytverluste sichern. Bei Fohlen sofort handeln! Tierarzt rufen! Merke: Man muss das Pferd über den gesunden Darmabschnitt ernähren, den gestörten Teil entlasten und langsam wieder aufbauen! Fohlen dürfen den Leckstein nicht erreichen.
verdorbenes oder verschmutztes Futter; große Menge Obst
Einwandfreie Futtermittel in kontrollierten Mengen anbieten! Sorgsam überprüfen! Verschimmeltes Futter immer entsorgen!


Mein Pferd hustet

Viel frische Luft! Einwandfreie Futtermittel! Stall sauber halten, beim Fegen Stallgasse anfeuchten! Einstreuen, wenn Pferde nicht im Stall sind.
chronischer Husten
Weidegang ermöglichen, im Freien füttern, Offenstallhaltung bevorzugen
Allergien
allergenarme Futtermittel füttern, evtl. vom Fachmann beraten lassen
Infektionen
Tierarzt sollte sofort behandeln, evtl. Ergänzungsfutter zur Stabilisierung des Immunsystems


Mein Pferd frisst nicht

Bewegung fördert den Appetit! Problempferde in Sichtkontakt mit gutem Fresser stellen!
Mangel an Spurenelementen
Blutbild machen lassen, Mangel ausgleichen
Menge an Kraftfutter
Verhältnis Kraftfutter zu Grundfutter muss stimmen
Heu zu weich, zu wenig Struktur
trockenes, stängeliges Heu und Stroh füttern
verschmutzte Krippe
Krippen täglich reinigen
Tränke schmutzig
Tränken täglich kontrollieren, keine Zusätze wie Medikamente oder Vitamine in die Tränke geben
verdorbenes Futter
nur einwandfreies Futter einsetzen
Fieber, Krankheit
Tierarzt muss das Pferd untersuchen und evtl. medikamentös behandeln
Zahnhaken, Zahnwechsel, vereiterter Zahn
Tierarzt sollte Zähne überprüfen, ggf. raspeln etc.


Mein Pferd frisst Erde

zu wenig Grundfutter
im Stall oder im Auslauf sauberes Heu und Stroh füttern, mind. 1 kg Trocken substanz Grundfutter (entspricht 1,2 kg Heu/Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht
Eisenmangel
Blutbild machen lassen, Mangel ausgleichen
Salzmangel
Salzleckstein in Nähe der Tränke anbringen oder Viehsalz zur freien Aufnahme anbieten


Mein Pferd lahmt

im Training überfordert
gleichmäßiges Training (wenn sich nach einem halben Tag keine Besserung zeigt, den Tierarzt holen)
Verletzung durch Tritt oder Anschlagen
durch Tierarzt untersuchen lassen
Sohlengeschwür
Huf untersuchen, Puls fühlen, Tierarzt zu Hilfe holen


Mein Pferd ist faul und kraftlos

Wurmbefall
regelmäßige Wurmkuren durchführen, Mittel wechseln (sonst Resistenzbildung), auf Bandwurmbefall achten (normale Wurmmittel helfen nicht gegen Band würmer), evtl. Tierarzt fragen
Fieber; innere Krankheit
Tierarzt rufen
zu wenig Wasser
Selbsttränken regelmäßig kontrollieren oder mehrmals täglich tränken
viel "Ballast" gefressen
nach größeren Futteraufnahmen keine hohe Leistung fordern, Ruhepause nach dem Füttern
zu fett
die Fütterung muss der Leistung angepasst werden
überanstrengt
Die Muskulatur muss langsam aufgebaut werden, Trainingspensum langsam steigern, nicht nur 2 oder 3 mal in der Woche trainieren
zu wenig Futter, geringe Energieversorgung
mind. 1 kg Trockensubstanz Grundfutter (entspricht 1,2 kg Heu/ Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht, zusätzlich energiereiche, konzentrierte Futtermittel mit Öl oder ölhaltigen Komponenten füttern


Mein Pferd hat Beinprobleme

dicke Beine und Gallen
mehr Bewegung, langsam auf neues Futter umstellen, keine Futtermittel mit hohem Eiweißgehalt wie Luzerne, Soja und sehr junges Gras füttern, bei Fieber Tierarzt rufen
Stellungsfehler
Korrektur durch Schmied, möglichst schon im Fohlen- oder Jährlingsalter


Mein Pferd ist zu mager

Wurmbefall
Wurmkur, Mittel regelmäßig wechseln (sonst Resistenzbildung), auf Bandwurmbefall achten (normale Wurmmittel helfen nicht gegen Bandwürmer) min. 4 x pro Jahr entwurmen
organische Schäden
Tierärztliche Behandlung
große Kraftfuttermengen
Keine zu große Menge Kraftfutter pro Mahlzeit; Futterreihenfolge: zuerst Grundfutter, dann Kraftfutter
nur einmal am Tag gefüttert
mind. 2 x, besser 3 x täglich füttern
Zahnfehler
Zahnkontrolle durch Tierarzt, im Problemfall Raufutterersatz anbieten (z.B. eingeweichte Wiesencobs)
zu wenig Futter
mind. 1 kg Trockensubstanz Grundfutter (entspricht 1,2 kg Heu/Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht, Kraftfutter nach Leistungsbedarf füttern


Mein Pferd ist zu dick

Nicht zu schnell abspecken lassen; Gefahr der Hyperlipidämie (siehe Lexikon); hochtragende Stuten dürfen keinesfalls abnehmen!
zu wenig Arbeit
ausreichend arbeiten (ab 2 Stunden täglich)
unkontrollierte Futteraufnahme
Pferde nicht ganztägig weiden lassen oder Weide gezielt abstecken
zu viel Futter
Weide nur halbtags. Vor dem Austrieb kein Kraftfutter, sondern rohfaserreiches Heu geben
gute Futterverwerter
voluminöse, energie- und eiweißarme, rohfaserreiche Futtermittel einsetzen (z.B. spät geschnittenes Heu). Belaubte Äste und Zweige zur Beschäftigung anbieten; gut geeignet: Buche, Birke, Pappel, Weide, Tannen und Kiefern (Vorsicht: keine Eibe – giftig!). Mineralfutter und Salzleckstein nicht vergessen!


Mein Pferd leidet an Muskelsteifheit

Änderung im Arbeitsplan
Änderungen schrittweise durchführen. Pferd nicht überfordern
PSSM (Polysaccharid Speicher Myopathie)
reichlich Grundfutter füttern (ideal: zusätzlich Weidegras)
· Fütterung von unmelassierten Trockenschnitzel und Reiskleie oder Einsatz von speziellem Mischfutter
· Einsatz von Pflanzenölen
· wenn der Schweregrad der Erkrankung es zulässt, täglich Möglichkeit zu geringer Bewegungsaktivität geben (Weidegang, führen, gegebenenfalls leichte Arbeit)
zu hohe Stärkegaben bei zu wenig Arbeit
bedarfsgerechte Energieversorgung, vor allem, wenn die Leistung reduziert wird, auch Futter abziehen
zu wenig Vitamin E und Selen
Ration berechnen, besonders auf Vitamin E und Selen achten
zu stark beansprucht
vernünftigen Trainingsplan aufstellen


Mein Pferd hat ein schlechtes Haarkleid und Hautprobleme

Hautparasiten
Tierarzt fragen, saubere Boxen und sauberes Zubehör
Vitaminmangel
ausgewogene Ernährung, vitaminisierte Futtermittel geben
Mineralstoffmangel
Hochwertiges, spurenelementreiches Mineralfutter, auch während der Weidesaison, füttern.
Mangel an essentiellen Fettsäuren
Pflanzenöl füttern (bis max. 5% des Kraftfutters), kaltgepresste Öle sind am wertvollsten. Ausreichend mit Vitamin E versorgen.
zu hohe Eiweißversorgung
Ration überprüfen, das Eiweiß-Energie-Verhältnis korrigieren, evtl. Fachmann fragen


Mein Pferd ist sehr nervös

zu wenig Grundfutter
mind. 1 kg Trockensubstanz Grundfutter (entspricht 1,2 kg Heu/Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht
zu wenig Vitamin B
man sollte die Ration berechnen lassen und mit entsprechenden Vitaminen ausgleichen
anderer Mineralstoffmangel
sowohl im Sommer als auch im Winter hochwertiges Mineralfutter geben
Magnesiummangel
Futtermittelberater hinzuziehen, evtl. Magnesiumpräparat zufüttern
Haltungsfehler; Bewegungsmangel; fehlender sozialer Kontakt zu Artgenossen
Pferde nicht isoliert stellen, sie sollen Kontakt haben; Pferde sind Lauf- und Herdentiere


Mein Pferd knabbert am Holz

Langeweile
für Aktivität sorgen (z.B. Offenstall)
Mineralstoffe fehlen
Ration überprüfen, passendes Mineralfutter anbieten
zu wenig Grundfutter
mind. 1 kg Trockensubstanz Grundfutter (entspricht 1,2 kg Heu/Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht


Mein Pferd hat keine Probleme, weil ...

- nur einwandfreie Futtermittel gekauft und vorschriftsmäßig gelagert werden

- die Futtermittelqualität regelmäßig geprüft wird, die Ration berechnet und ausgewogen ist

- das Pferd mind. 1 kg Trockensubstanz Grundfutter (1,2 kg Heu / Wiesencobs) pro 100 kg Lebendgewicht bekommt
 
- das Ca : P Verhältnis bei 1,5–2 : 1 liegt

- das Eiweiß-Energie-Verhältnis stimmt

- das Pferd zuerst Raufutter und dann Kraftfutter bekommt
 
- regelmäßig und pünktlich gefüttert wird
 
- die Selbsttränke immer kontrolliert wird oder vor und nach dem Füttern getränkt wird
 
- das Pferd täglich bewegt wird und viel frische Luft hat
 
- regelmäßig entwurmt und geimpft wird
 
- das Pferd gesund aufgezogen wurde


mit freundlicher Genehmigug von: Ingenieurbüro für Pferdemanagement, Dipl.-Ing. agr. Birgit Lengwenat
 

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