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Sommerekzem

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Sommerekzem beim Pferd – Ursachen, Symptome und Tipps für die richtige Unterstützung

Wenn der Frühling kommt und mit ihm die Mücken, fängt bei vielen Pferden der Juckreiz wieder an. Schnell entsteht der Verdacht Sommerekzem, aber was ist das überhaupt?

Was ist Sommerekzem?

Es ist eine saisonale, allergisch bedingte entzündliche Reaktion der Haut bei Pferden. Die Allergie wird durch Eiweiße im Speichel von kleinen Mücken, sogenannte Gnitzen, hervorgerufen.
Das Sommerekzem lässt sich gleichzeitig einer allergischen Reaktion des Typs I und des Typs IV zuordnen.

Typ I: Soforttyp, Nach einem Erstkontakt mit dem Speichel der Insekten, kommt es beim Zweitkontakt zu einer lokalen Entzündungsreaktion.
Typ IV: Spättyp, die Einwanderung von Entzündungszellen ins Gewebe löst nach 12 bis 72 Stunden eine Entzündungsreaktion aus.

Symptome:
  • Juckreiz & damit verbundene kahle, aufgescheuerte Stellen und Veränderungen der Haut wie Schwellungen und Entzündungen
  • Meist sind vor allem Mähnenkamm, Schweifrübe & Bauchnaht betroffen, da diese Körperregionen von den Gnitzen bevorzugt befallen werden
  • Treten hauptsächlich in der Zeit von März bis Ende Oktober auf, durch die steigenden Temperaturen haben viele Pferde mittlerweile aber auch in den Winter hinein Beschwerden, da die Mücken auch an wärmeren Wintertagen aktiv sein können.

 

Was hilft gegen Sommerekzem?

Bis heute gibt es keine Heilung und auch keine einheitliche Behandlungsform mit Erfolgsgarantie. Versucht wird die Pferde möglichst wenig den Mücken auszusetzen, das heißt die Pferde an mückenarmen Standorten zu halten und die Weidezeit möglichst außerhalb der Dämmerung anzusetzen. Ekzemerdecken und -masken können auch helfen. Repellentien zu Sprühen oder Cremen können dabei helfen, betroffene Pferde für die Mücken unattraktiver zu machen.

Symptombehandlung:
  • Juckreiz stillen
  • Offene Wunden versorgen, Sekundärinfektionen z.B. durch Bakterien behandeln
  • Eine medikamentöse Therapie zur Unterdrückung der überschießenden Immunantwort sollte immer durch den behandelnden Tierarzt abgewogen werden
 

Was muss man bei der Fütterung bei Sommerekzem beachten?

Damit der Stoffwechsel vom Pferd nicht zusätzlich belastet wird, soll das Pferd bedarfsdeckend gefüttert werden. Weder ein zu viel noch ein zu wenig ist gut. Übergewicht kann zu vermehrtem Juckreiz führen, da Fettzellen Hormone und andere Stoffe bilden, welche eine entzündungsfördernde Wirkung haben. Große Mengen Zucker oder Stärke können mit den verbundenen Insulinspitzen Entzündungsreaktionen möglicherweise ebenfalls begünstigen. Eiweiß sollte bedarfsdeckend gefüttert werden, insbesondere Mängel an essenziellen Aminosäuren gilt es zu vermeiden, um die Hautregeneration nicht zu beeinträchtigen.
Auf eine angepasste Mineralstoffversorgung sollte geachtet werden:
  • Ausreichende Versorgung mit Zink als wichtiges Spurenelement für eine intakte Hautbarriere
  • Mineralfutter für eine ausreichende Versorgung des Pferdes mit allen weiteren Mineralien und Vitaminen
  • Bierhefe kann sich auch positiv auf Haut und Fell auswirken und enthält hochwertiges Eiweiß, das eiweißarme Rationen bedarfsdeckend ergänzen kann