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Cushing

Equines Cushing Syndrom, jeder hat es wohl schonmal gehört, fachlich stimmt der Begriff allerdings gar nicht mehr. Richtig heißt die Diagnose "Pituitary Pars Intermedia Dysfunction" (PPID). Sie bezeichnet eine Erkrankung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), welche weitreichende Auswirkungen auf den Hormonstoffwechsel im gesamten Pferdekörper hat.

Woran erkenne ich Cushing/PPID?

PPID geht mit einer ganzen Handvoll möglicher Symptome einher. Für die meisten Pferdebesitzer ist das dichte, lange, manchmal wellige Haarkleid, verbunden mit einem erschwerten Fellwechsel das auffälligste. Typisch sind außerdem Fetteinlagerungen innerhalb der Kuhlen oberhalb der Augen.
Weitere Anzeichen können sein:
  • Abbau von Muskulatur
  • Senkrücken und Hängebauch
  • Hormonell bedingte Hufrehe
  • Leistungsschwäche, vermehrtes Schwitzen
  • Infektanfälligkeit, Wundheilungsstörungen
  • Erhöhte Wasseraufnahme und vermehrtes Urinieren, Wundheilungsstörungen
 

Kann man Cushing/PPID heilen?

Vor einer Therapie sollte der Tierarzt die Diagnose mithilfe des ACTH-Werts im Blut überprüfen lassen. PPID ist nicht heilbar, allerdings können die Symptome therapiert werden, wodurch für viele Pferde trotz der Diagnose eine hohe Lebensqualität besteht.
Medikamentös wird meistens der Wirkstoff Pergolid eingesetzt um das fehlende Dopamin zu ersetzen und so die ACTH-Ausschüttung zu regulieren.

Was kann ich meinem Pferd mit Cushing/PPID füttern?

Viele Pferde die an PPID erkrankt sind, entwickeln eine Insulindysregulation. Daher sollten Futtermittel mit vielen leicht verdaulichen Kohlenhydraten wie z.B. Stärke und Zucker vermieden werden. Stärkearme, Rohfaserreiche Futtermittel sind eine ideale Ergänzung zum Raufutter. Da Pferde mit PPID auch häufig zu Muskelschwund und Abmagerung neigen, sind eiweiß- und fettreiche Futtermittel wie Luzerne, Leinsamen oder Öle eine wertvolle Ergänzung.