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Magenprobleme

Magenprobleme

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Viele Pferde leiden an Magenproblemen. Während man früher annahm, dass hauptsächlich Vollblüter und Sportpferde betroffen sind, weiß man heute: auch Freizeitpferde sind betroffen.
Warum kommt es zu Magenproblemen?
Das Pferd als Pflanzenfresser und Dickdarmverdauer ist an eine stetige Nahrungsaufnahme angepasst. Hierauf ist auch der verhältnismäßig kleine Magen des Pferdes ausgelegt: Er produziert in tief gelegenen, drüsenhaltigen Bereichen unabhängig von der Futteraufnahme rund um die Uhr Magensäure. Dauern Pausen zwischen den Raufuttermahlzeiten viele Stunden an, fehlt das Abpuffern des Magensaftes durch den Speichel und der Pegel steigt kontinuierlich an. Dann kann die Magensäure ungeschützte Schleimhautareale im oberen Bereich des Magens verletzen.

In der Haltung des Pferdes stellt das Bedürfnis nach ständiger Zufuhr kleiner Nahrungsmengen häufig eine große organisatorische Herausforderung dar. Damit das Pferd ausreichend kaut genug Speichel bildet, sollte dem Pferd in mehreren Mahlzeiten pro Tag ausreichend Raufutter (Heu, Heulage, Weidegras) zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig sollten magenbelastende Futter, wie stärke- und zuckerhaltige Krippenfutter (Getreide, Müslis, Pellets) nur dem Bedarf entsprechend und in Maßen zum Einsatz kommen. Auch hier sind viele kleine Mahlzeiten empfehlenswert, die erst ca. 20 Minuten nach der Heuvorlage und die auf leeren Magen erfolgen sollten. Ansonsten kann es zu einer weiteren Ansäuerung des Mageninhaltes kommen, da Bakterien leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Stärke, Inulin und Zucker zu flüchtigen Fettsäuren umwandeln.

Neben der Fütterung kann auch Stress buchstäblich auf den Magen schlagen: Fremde Umweltreize auf Turnieren, durch Stallwechsel, soziale Auseinandersetzungen in der Herde oder das Absetzen von Fohlen stellen für Pferde herausfordernde Situationen dar. Psychisches Unwohlsein führt häufig zu einer verminderten Futteraufnahme, die Magenproblematiken begünstigt. Auch vermehrtes Training in hohen Gangarten steht häufiger mit Magengeschwüren in Verbindung – vermutlich, da die Durchblutung des Magens während des Trainings geringer ist. Das beeinträchtigt die physiologische Regeneration der Schleimhaut.

Nicht zuletzt kann auch parasitärer Befall, z.B. mit Magendasseln, kann eine Ursache für Magenprobleme sein.